Nio kam im Taxi zur Welt

Das Glück war nicht mehr aufzuhalten. Der kleine Nio kam zehn Tage früher als geplant. Er konnte sich nicht einmal gedulden, bis das Taxi im Spital ankam. Das war sogar für seine Mutter eine Überraschung.

Es war am 18. Juli, kurz vor 6 Uhr morgens. Sibylle Bischofberger (32) war schon etwa zwei Stunden wach. «Ich habe nicht erwartet, dass es schon so weit ist», sagt die Zürcherin zu BLICK. Ihr Lebenspartner Diego Gsponer (42) schlief noch. «Irgendwann war für mich klar, dass die Wehen eingesetzt hatten», sagt Bischofberger. «Dann habe ich Diego geweckt.»

Alles musste sehr schnell gehen. Für den Erstgeborenen Neil (2) musste ein Hütedienst her. «So früh am Morgen war aber niemand erreichbar», sagt Gsponer. Eine Nachbarin erklärte sich schliesslich bereit, den Junior zu hüten. «Sie hatte aber nicht lange Zeit.»

Mitten auf der Fahrt ging es los

Das Taxi sei zum Glück schnell da gewesen. Für den Weg vom Wohnort der Familie zum Unispital Zürich war bei dem geringen Verkehrsaufkommen am frühen Morgen mit nicht mehr als einer knappen Viertelstunde zu rechnen. «Während der Fahrt habe ich weiter rumtelefoniert, um jemanden zu finden, der Neil bei der Nachbarin abholen konnte», sagt Gsponer. «Zum Glück habe ich dann seine Gotte erreicht.»

Mitten auf der Fahrt hiess es dann plötzlich: «Es geht los, es geht los!» Kurz vor dem Unispital schloss Sibylle Bischofberger das Neugeborene bereits in die Arme. «Der Schrei kam noch im Taxi», erzählt sie.

In der Geburtshilfeklinik wurden die frischgebackenen Eltern schliesslich vom Personal in Empfang genommen. «Ich habe das Baby einfach an mich gedrückt. Dass es ein Bub ist, habe ich erst im Spital gemerkt.»

Taxifahrer: «Bisher habe ich es immer rechtzeitig geschafft»

Nach der turbulenten Geburt sind die Eltern überglücklich: Der kleine Nio ist kerngesund. Der Wonneproppen war bei der Geburt 52 Zentimeter gross und brachte 3,61 Kilo auf die Waage. Ob das Paar nach Nio weitere Kinder plant? Die Sachbearbeiterin und der Skilehrer und Gärtner lassen es offen. Vorerst geniessen sie das Familienglück zu viert.

Der Taxifahrer, der namentlich nicht genannt werden will, ist froh, dass alles gut verlief. Es tue ihm leid, dass er nicht schneller habe fahren können. «Ich habe schon oft Schwangere ins Spital gebracht», sagt er zu BLICK. «Bisher waren wir aber immer rechtzeitig dort.»

31. Juli 2019